Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Führungskräfte haben andere psychische Belastungen
als Mitarbeiter

In der DGFP (Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.) Studie Psychische

Bildquelle: Benjamin Thorn pixelio.de

Beanspruchung von Mitarbeitern und Führungskräften 2011 wurden Personalmanager dazu befragt:

Welche Faktoren tragen nach Meinung der Personalmanager am häufigsten zu psychischer Beanspruchung bei?

Dabei wurde deutlich, dass Führungskräfte andere psychische Belastungen im Alltag erleben als Mitarbeiter.

  • Starker Erfolgsdruck steht, nach Ansicht von 87 Prozent der Personalmanager, als belastender Faktor für die Führungskräfte ganz oben.
  • Ferner spielen Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit,
  • fehlender Ausgleich in der Freizeit und Arbeitsverdichtung eine große Rolle.

Mitarbeiter empfinden

  • Private Belastungen und Probleme
  • sowie Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen
  • Auch Zeitdruck, Arbeitsverdichtung und die wachsende Angst vor Arbeitsplatzverlust

als hohe psychische Belastungen.

Außerdem wurden die Personalmanager darüber befragt:

Welche präventiven Maßnahmen werden in den Unternehmen umgesetzt, um psychische Beanspruchungen zu verhindern?

Die meisten Befragten (71 Prozent) nennen in dem Zusammenhang die betriebliche Gesundheitsförderung, und von diesen bewerten 80 Prozent den Erfolg dieser Maßnahme als positiv.

Weit über die Hälfte der Unternehmen wendet als Maßnahmen betriebliches Eingliederungsmanagement, Mitarbeiterjahresgespräche oder Arbeitsplatzanalysen/Gefährdungsbeurteilungen an.

Maßnahmen, die von fast allen Anwendern (jeweils 88 Prozent) als sehr positiv bewertet werden, sind das Festlegen klarer Arbeitsstrukturen und Verantwortlichkeiten, Teambuilding-Maßnahmen sowie die Delegation an Experten.

Erstaunlich ist, dass die am besten bewertete Maßnahme (individuelle Belastungs- und Beanspruchungsanalyse), die von 92 Prozent der Anwender als positiv bewertet wird, in nur 12 Prozent der Unternehmen umgesetzt wird.

Innerhalb des Unternehmens kommt den Führungskräften und den Mitarbeitern der Personalabteilung eine besondere Rolle im Umgang mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern zu.

Aber wie steht es um deren Vorbereitung, psychische Beanspruchungen zu erkennen?

Drei von vier der befragten Personalmanager denken, dass die Führungskräfte in ihren Unternehmen nur unzureichend darauf vorbereitet sind, psychische Beanspruchungen zu erkennen.

Aus den offenen Antworten der Personalmanager auf die Frage,

Welche Erwartungen die Führungskräfte hätten, wie man sie auf das Erkennen psychischer Beanspruchung bei Mitarbeitern vorbereiten könnte?

Geht Folgendes hervor:

Häufig genannt werden Schulungen durch Experten zur Vermittlung von Grundlagenkenntnissen und Praxisbeispielen.

Dadurch sollen vor allem die Kenntnis der Symptome verbessert und direkte Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Ebenfalls nennen viele Personalmanager als mögliche Vorbereitung einen Gesprächs-/Handlungsleitfaden für Führungskräfte als direkte Praxishilfe für den Umgang mit betroffenen Mitarbeitern.

Weiter Informationen zur DGFP Studie

Im Seminar Gesund Führen IV
„Brennen ohne Auszubrennen“ Umgang mit psychisch überlasteten Mitarbeitern und psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz"
lernen Sie welche Wesens-und Verhaltensänderungen auf eine psychische Überforderung beim Mitarbeiter hinweisen und wie Sie mit Hilfe eines Gesprächsleitfaden ein Fürsorgegespräch führen können

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