Archiv der Kategorie: selbst gesund bleiben

Jetzt auch noch Gesundheit…

 Jetzt auch noch Gesundheit…

„Nun sollen wir uns auch noch um die Gesundheit unserer Mitarbeiter kümmern." Da wird der eine oder andere sagen, was denn noch alles.Führung in schwierigem Gelände

Die Gesundheiterhaltung von Mitarbeitern rückt immer mehr in den Fokus und somit steht Führungsverhalten auf dem Prüfstand. Denn Zusammenhänge zwischen Führung und Gesundheit der Mitarbeiter sind in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Wie führe ich gesund?

Haben Sie sich diese Frage schon einmal selbst bzw. den Führungskräften in Ihrem Unternehmen gestellt?

Im ersten Moment schauen Sie sicher alle etwas verwirrt an, einige schütteln den Kopf andere zucken mit den Schultern. Doch bei näherer Betrachtung der Frage gehen die Antworten in sehr unterschiedliche Richtungen. Eine eindeutige Definition ist nur schwer zu finden.

Die Frage „Was macht Sie selbst und was macht Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter krank?" ist für viele besser greifbar. Die Antworten werden zeigen, dass die Einflüsse vielfältig sind und dass Krankheit das Unternehmen viel Geld kostet. Somit lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Thema „Gesundes Führen“

Welchen Einfluss hat Führung auf die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

  • Vielleicht kennen Sie den zentraler Satz aus der im Jahr 2000 erschienenen VW-Studie von Professor Peter Nieder. „Eine Führungskraft nimmt ihren Krankenstand mit, wenn sie versetzt oder befördert wird!"
  • Prof. Nieder stellt deutlich den Zusammenhang von Führung und Gesundheit bzw. in diesem Falle Krankheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar:
  • Im Jahr 2002 kommen Ilmarinen und Tempel in einer Studie zu dem Ergebnis: „Gutes Führungsverhalten und gute Arbeit von Vorgesetzten ist der einzige hoch signifikante Faktor, für den eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zwischen dem 51. und 62. Lebensjahr nachgewiesen wurde."
  • Eine INQA-Studie aus dem Jahr 2005 belegt: Wichtig für „Gute Arbeit" sind Anerkennung und Wertschätzung der Person.
  • Die Fürstenberg-Performance-Studie aus dem Jahr 2010 kommt zu dem Ergebnis, dass sich 60 Prozent der Befragten durch die Bedingungen am Arbeitsplatz belastet fühlen. 27 Prozent nennen in dieser Studie bei den größten Problemen am Arbeitsplatz mangelnde Anerkennung.
  • Ein weiteres durch Führung stark beeinflusstes und zunehmend auftretendes Problem ist der Präsentismus. Mitarbeiter erscheinen bei der Arbeit, obwohl sie sich krank fühlen und eigentlich zu Hause bleiben sollten. Ihre Leistungsfähigkeit ist reduziert und nicht zuletzt stecken sie die Kollegen an. Doch aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder starkem Pflichtbewusstsein schleppen sie sich zur Arbeit.
  • Studien aus den USA kommen zu dem Ergebnis, dass die durch Präsentismus verursachten Kosten fast dreimal so hoch sind wie der Produktivitätsverlust durch Fehltage. Auch auf diese Verhaltensweise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben Führungskräfte maßgeblichen Einfluss.

Wie ist das bei Ihnen im Unternehmen? Vielleicht fallen Ihnen Mitarbeiter ein, die sich so verhalten.

Gutes gesundheitsorientiertes Führungsverhalten erhält also gesund – schlechtes Führungsverhalten senkt nicht nur die Leistungsbereitschaft, sondern kann letztendlich krank machen und führt in vielen Fällen zu Fluktuation.

Gängige Praxis ist es, sich von Mitarbeitern zu trennen, die häufig krank sind. Nur selten wird nach den Gründen geforscht. Das schlechtes Führungsverhalten die Ursache sein könnte, wird selten in Erwägung gezogen.

Doch kann es sich ein Unternehmen erlauben, gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter durch krankmachendes Führungsverhalten zu verlieren?

Warum ist gerade heute Gesundes Führen ein so wichtiges Thema?

  • Auf Grund der demografischen Entwicklungen hat der Kampf um die besten Arbeitskräfte schon in vielen Branchen begonnen. Nur mit gut ausgebildeten und leistungsbereiten Mitarbeitern kann ein Unternehmen konkurrenzfähig sein. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille.
  • Rente mit 67, bedeutet für Unternehmen, sie müssen die Beschäftigten über einen längeren Zeitraum als noch vor einigen Jahren physisch und psychisch leistungsfähig halten. Bei der Arbeitgeberauswahl ist für viele Nachwuchskräfte ein wichtiges Kriterium, was das Unternehmen ihnen für Möglichkeiten bietet, langfristig gesund zu bleiben. Das Verhalten der Führungskräfte ist ein entscheidendes Element dafür.

„Erst brennen, dann ausbrennen"

Jung, dynamisch, ehrgeizig und hoher Leistungswille, Merkmaler junger Nachwuchskräfte. Sie arbeiten viel und sind immer einsatzbereit. Doch was passiert in den meisten Unternehmen: diese Leute werden „verheizt“, oft bis sie nicht mehr können.

Ergebnis: „Ausgebrannt“ Sie fallen lange aus und nur die wenigsten kommen ins Unternehmen zurück.

Wenn Kurzfristige wirtschaftliche Erfolge wichtiger als physische und zunehmend auch psychische Gesundheit sind, und sich dies außerhalb des Unternehmens durch Mundpropaganda herumspricht, dann wird es schwierig neue Mitarbeiter zu finden.

„Unter dem Chef, will keiner arbeiten…“ schlechtes Führungsverhalten hat also nicht nur Einfluss auf den Krankenstand und die Fluktuation des eigenen Bereichs oder der eigenen Abteilung, sondern kann sich maßgeblich auf die Neugewinnung von Mitarbeitern auswirken.

Ein schlechtes Image wieder „aufzupolieren" dauert häufig Jahre, während ein positives Image innerhalb kürzester Zeit ruiniert sein kann.

Was ist Gesundes Führen?

Führen in Bezug auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet, wenn man dem Kern verschiedener Definitionen von Führung (siehe u. a. Neuberger 2002) folgt, die zielgerichtete bzw. zielorientierte Beeinflussung von Personen. Gesundes Führen heißt demnach zielorientierte Beeinflussung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich physisch und psychisch gesund zu erhalten.

Ziele von Gesundem Führen sind die Senkung der körperlichen und psychischen Beschwerden sowie die Steigerung der Arbeitszufriedenheit. Effekte, die daraus resultieren, sind Senkung von Fehlzeiten und Fluktuation sowie Steigerung der Leistung. Insgesamt gesehen leistet Gesundes Führen einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.

Welche Maßnahmen und Aktivitäten etablieren Sie in Ihrem Unternehmen, um die Führungskräfte im „Gesunden Führen" fit zu machen?

Wanderer zwischen zwei Welten…

Wanderer zwischen zwei Welten…

Wandern zwischen zwei WeltenWas sind eigentlich Belastungen?

Ist Belastung etwas Negatives oder hat Belastung eventuell auch positive Seiten?

Stellt Belastung eine Beanspruchung oder eine Ressource dar?

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung?

 

Selten habe Physiker und Psychologen etwas gemeinsam, doch bei dem Begriff Belastungen kann man auf Beispiele aus der Physik zurückgreifen.

Stellen Sie sich vor, Sie biegen einen Ast mit einem Biegedruck bis der Ast sich verformt. Diesen Biegedruck nennt man auch Belastung.

Aus psychologischer Sicht kann man sagen,

übt ein Vorgesetzter Druck auf seinen Mitarbeiter aus, so ist klar, wer in der Rolle des Belastenden ist.

Unter Belastungen werden alle Faktoren verstanden, die von außen auf den Menschen wirken und psychisch auf ihn einwirken. Menschen nehmen die Belastungen körperlich oder psychisch ganz unterschiedlich war.

Entstehen dabei negative Empfindungen spricht man von Fehlbelastungen. In der Arbeitswelt sind dies vorrangig Fehlbelastungen aus der Arbeitsaufgabe (z.B. qualitative und quantitative Über-und Unterforderung), der Arbeitsumgebung (z.B. Lärm oder Hitze), der Arbeitsorganisation (Arbeitszeiten, Pausenregelung) und psychosoziale Fehlbelastungen (z.B. Konflikte zwischen Chef und Mitarbeitern oder innerhalb ganzer Abteilungen).

Doch nicht nur im Arbeitsleben gibt es Belastungen. Auch privat, in Familie und Freizeit sind Menschen Belastungen ausgesetzt. (Partnerschaft, Finanzen, Kindererziehung…)

Arbeitnehmer sind Wanderer zwischen zwei Welten und ihre Belastungen wirken in beiden.

Wie sich Belastungen auf unser Beanspruchungsleben auswirken, hängt vor allem mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen zusammen.

Kommen wir zum Ast zurück. Je elastischer und flexibler das Holz ist, umso länger kann es dem Biegedruck standhalten.

Ist ein Mitarbeiter selbstbewusst und kann sich seines Chefs erwehren, nutzt er seine inneren Ressourcen und wird die Belastung wenig stark als Fehlbelastung empfinden als ein weniger selbstbewusster Kollege.

 

Ressourcen wirken auf unterschiedliche Arten Stress reduzierend, und können die von außen einwirkenden Fehlbelastungen teilweise kompensieren.

Man spricht von internen und externen Ressourcen, die bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sind.

Beispiele für internen Ressourcen externen Ressourcen
körperliche Fitness Loh, Anerkennung, Wertschätzung
Konfliktfähigkeit soziale Unterstützung durch die Vorgesetze und die Kollegen
Entspannungsfähigkeit guten Kommunikationsstrukturen
soziale Kompetenzen Handlungspielraum
Fachwissen Mitbestimmung bei der Arbeitsausführung
Erfahrung… Betriebsklima…

 

Auch im außerberuflichen Bereich gibt es Ressourcen, die die Belastungen aus der Arbeit ab puffern können und umgekehrt.

Wer beispielsweise nur wenig Anerkennung durch seinen Chef, die Kollegen oder Kunden erhält, kann sich in seiner Freizeit aktiv in einen Verein engagieren oder über sportliche Leistungen, sich seine Bestätigung holen.

Andererseits bietet ein neuer Job auch eine neue Chance, gerade nach einer gescheiterten Beziehung.

Wichtig ist, dass man sich seiner Ressourcen bewusst ist und sie auch aktiv als Kompensationsmöglichkeiten nutzt, sonst bleiben nur Frustration, Unzufriedenheit und nicht zuletzt gesundheitliche Risiken.

Der Belastungsbegriff ist eigentlich neutral. In Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Ressourcen können sowohl fördernde als auch beeinträchtigende Belastungsfolgen auftreten.

Wenn die gestellten Anforderungen für die Person eher herausfordernd und zu bewältigen sind, werden die Beanspruchungsfolgen positiver Natur (z.B. Leistungsfähigkeit, Arbeitszufriedenheit, Wohlbefinden, Gesundheit…) sein.

Fühlt sich ein Mitarbeiter jedoch den Belastungen nicht gewachsen und kann auf keine Ressourcen zurückgreifen, werden die Belastungsfolgen negativ sein.

Jedoch kann auch ein Mitarbeiter bei positiver Ressourcen und Belastungsbilanz bei über Wochen und Monate anhaltender Belastung an seine Grenzen geraten. Quasi als Limit gehen.

Der Betroffene fühlt sich dann gereizt und belastet. Er ist in der Interaktion mit seinen Mitmenschen ruppig und kurz angebunden, was sich natürlich negativ auf alle Lebensbereiche auswirkt.

Hält dieser Zustand an, können bei der Person Veränderungen im psychischen, physischen im kognitiven und emotionalen Verhalten wahrgenommen werden.

Langfristig klagt die Person über Rückenschmerzen, Ermüdungserscheinungen, Schlafstörungen oder Magen-und Darmbeschwerden.

Fehlzeiten sind die Folge!

Mitarbeiter die wichtigste unternehmerische Ressource…

Mitarbeiter die wichtigste unternehmerische Ressource…

StressDer Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen:

Die Leistungsanforderungen steigen, gleichzeitig erhöht sich durch die demografische Entwicklung das Durchschnittsalter der Belegschaft.

Immer mehr Menschen fühlen sich den Belastungen im Arbeitsleben nicht mehr gewachsen – vor allem in psychischer Hinsicht. Stress, Zeitdruck, komplexe Arbeitsabläufe, erhöhte Ansprüche an die Flexibilität, Kommunikationsprobleme oder Mobbing sind mögliche Ursachen.

Langes Sitzen und Bewegungsmangel strapazieren den Haltungs-und Bewegungsapparat. Viele Beschäftigte leiden unter Rückenschmerzen. Laut Statistiken der Krankenkassen gehen fast 30 Prozent aller Fehltage auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurück.

Viele Stunden konzentrierter Arbeit am Bildschirm hat nicht selten eine Schädigung der Augen zur Folge, die viele als Brennen und Jucken der Augen wahrnehmen.

Schlecht gelüftete und überheizte Arbeitsräume sogen für Reizungen der Atemwege.

Mit zunehmendem Alter können die Belastungen immer schlechter kompensiert werden und die Krankheitsanfälligkeit steigt – angesichts des demografischen Wandels werden Gegenmaßnahmen immer wichtiger.

Viele Arbeitgeber haben dies erkannt und wollen handeln – schließlich geht es um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens. Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern, stehen ihnen heute viele verschiedene Mittel und Ansätze zur Verfügung.

Nutzen Sie die Chancen eines unverbindlichen Beratungsgespräches und informieren Sie sich über Ihre individuellen Möglichkeiten der Gesundheitsförderung.

Bildquelle: Gerd Altmann pixelio.de

Mit halber Kraft voraus…

 Mit halber Kraft voraus… 

…wie psychische Erkrankungen die Innovationskraft der IT-Branche dämpfen.

IT BrancheTrotz niedriger Fehlzeiten klagten bei einer Umfrage in der IT Brache 40% der Mitarbeiter über arbeitsbedingte Muskel- und Skelettbeschwerden und psychische Probleme.

Die Gründe sind vielfältig, mangelnde Bewegung und Stress sind nur einige.

Gerade die Wissensdienstleistungen profitieren von innovativen, kreativen, hoch qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern.

Doch wer überfordert und ausgebrannt ist, kann sein Potential nicht ausschöpfen.

Laut BKK Gesundheitsreport 2011 sind die psychischen Erkrankungen gerade auch im Dienstleistungsbereich auf dem Vormarsch.

Stellen Sie sich vor: Ein Kollege oder eine Kollegin fällt durch ein Burnout aus.

Welche Kosten kommen da auf Sie zu?

  • Durchschnittliche Fehlzeiten pro Kalenderjahr: 30,4 Arbeitstagen (Quelle: WHO).
  • Durchschnittliche Arbeitskosten, die durch einen Burnout-Fall verursacht werden: 7.750 Euro (ohne Ausfallzeiten für Rehabilitation).

Gerade in kleinen Teams oder bei fester Einbindung des Mitarbeiters in ein Projekt können die Kosten sich schnell potenzieren.

Nur durch geeignete Präventionsmaßnahmen ist es möglich die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten. Die Vernetzung von unterschiedlichen Maßnahmen wie Stressbewältigung, Arbeitsplatzergonomie, Arbeitsorganisation und uvm. bringt langfristig den Erfolg.

Tun Sie heute etwas, damit Ihre Mitarbeiter auch morgen interessante Ideen entwickeln und Projekte erfolgreich umsetzten können.

Bild: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz…

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Herausforderung für die Zukunft

Burn-OutKennen Sie das: Sie sind Abteilungsleiter/in in einem großen Unternehmen und führen ein Team von 20 Mitarbeitern.

Seit einiger Zeit machen Sie sich Sorgen um Herrn F, seine Arbeitsleistungen haben nachgelassen, oft kommt er zu spät und wenn Sie ihn darauf ansprechen wird er ungehalten.

So kennen Sie Herrn F gar nicht.

Als er vor 2 Jahren in Ihr Team kam, war er hoch motiviert, hat sich in die neuen Aufgaben hineingekniet und war einer der Vorzeigekollegen. Jeder schätzte ihn wegen seines Wissens und seiner Leistungsbereitschaft. Überstunden kein Problem für Herrn F. Gerne war er abends der Letzte und morgens der Erste im Büro.

Und nun?

Sie fragen sich: Was ist passiert? Was ist mit Herrn F los? Was kann, soll oder muss ich tun?

Möglicherweise leidet der Mitarbeiter an einer psychischen Störung hervorgerufen durch Stress und Selbstüberforderung.

Dies zu erkennen, ist jedoch die Aufgabe von Fachleuten (Therapeuten und Ärzten) und nicht die der Führungskräfte.

Jedoch liegt es im Rahmen der Fürsorgepflicht, in Ihrer Verantwortung sensibel für Frühwarnsignale zu sein, diese wahrzunehmen und aktiv zu werden, indem Sie den Mitarbeiter darauf ansprechen und ihm Hilfe anbieten.

Aufgrund des persönlichen und sensiblen Themas ist dies für viele Führungskräfte eine große Herausforderung.

Da das Thema Psyche nicht so greifbar ist wie z. B. ein Beinbruch, besteht sehr viel Unsicherheit im Umgang mit Betroffenen.

Oft ist es schwierig aufgrund der vielen unterschiedlichen Signale zu erkennen, was dem Mitarbeiter möglicherweise fehlt.

Im Gegensatz zu körperlichen Beschwerden werden sie häufig nicht als „vollwertige“ Krankheiten wahrgenommen.

Vorurteile, Halbwissen und Stigmatisierungen sind Gründe für fehlendes Verständnis und aktives Handeln.

Die Anforderungen, Erwartungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz sind enorm, insbesondere das hohe Arbeitstempo macht vielen zu schaffen.

Kein Wunder also, dass sich die Mitarbeiter belastet fühlen und die psychisch bedingten Ausfälle einen immer größeren Anteil an allen AU-Tagen einnehmen. Auch in der Zukunft werden aufgrund der Komplexität unserer Arbeitswelt die psychischen Erkrankungen zunehmen.

Es gilt, die Sensibilität für das Thema zu steigern und ein Bewusstsein für psychische Belastungen zu schaffen.

Das gelingt nur über Wissenstransfer. Wer um die Dinge weiß, ist auch fähig zu handeln.

Nutzen Sie die Chance und bilden Sie Ihre Führungskräfte weiter zum Thema Burnout-Prävention.

 

Plötzlich ein Herz aus Stein …

Plötzlich ein Herz aus Stein …

Herz aus SteinErst kürzlich las ich in einer amerikanischen Fachzeitschrift einen interessanten Artikel über Emotionen.

Es ging um einen Patienten der durch einen Fehler des Operateurs von seinen Gefühlen abgekoppelt wurde.

Was war passiert?

Der Patient war ein erfolgreicher Geschäftsmann, der wegen eines Hirntumors operiert werden musste. Beim Entfernen des Tumors kappte der Neurochirurg versehentlich die Verbindung zwischen dem Frontallappen (Denkzentrum) und dem Amygdala (Emotionszentrum).

Nachdem der Patient sich erholt hatte, war er nicht mehr wiederzuerkennen. Im Interview berichtete er völlig distanziert und kühl über die Tragödie seines Lebens. Er sprach über die Ereignisse aus der Sicht eines Zuschauers und nicht aus der Sicht eines Betroffenen. Es waren keine Gefühlsregungen bei ihm zu sehen oder zu spüren.

Die Auswirkungen waren verheerend.

Im Umgang mit anderen Menschen war sein Verhalten unangemessen. Er konnte nur noch auf der Sachebene mit ihnen kommunizieren. Ohne Gefühle konnte er keine Beziehung eingehen.

Bei der Bitte einen neuen Termin für ein Gespräch festzulegen, antwortete der Patient mit einer langen Liste von Argumenten, die für die eine oder andere Zeit sprachen. Sachen wie: Wenn ich um 10 Uhr komme, kann ich den Bus nehmen, komme ich aber am Nachmittag und bleibe bis nach 17 Uhr komme ich mit dem Bus nicht mehr nach Hause. Er versuchte auf rein rationaler Ebene eine Entscheidung zu finden, jedoch war er nicht in der Lage sich für eine Zeit zu entscheiden.

Die rationale Ebene unseres Geistes, unserer Psyche, findet eine Menge Alternativen und Möglichkeiten, aber um eine Entscheidung zu treffen, brauchen wir unsere emotionalen Fähigkeiten. Unser Gefühl bewertet jede Option und was sich vom Bauch am besten anfühlt, wo es die besten positiven Erfahrungen gibt, dafür fällt die Entscheidung.

Emotionen bestimmen oft zu einem großen Teil unser Verhalten, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Sicher kennen Sie das auch. Sie gehen mit dem festen Vorsatz, sich ein schwarzes Kleid für einen Empfang zu kaufen, in einen Laden. Dort finden sie viele schöne Stücke. Sie probieren auch einige schwarze Kleider an. Doch Ihr Gefühl sagt Ihnen, dass das rote mit den Spagettiträgern dann doch am besten zu Ihnen und zum Anlass passt.

Auf der anderen Seite können uns unsere Gefühle in einem Entscheidungsprozess auch stark behindern. So sind wir nicht mehr in der Lage, die rein sachlichen Gründe zu betrachten und abzuwägen. Wir entscheiden nur aus dem Bauch heraus, was auch fatale Folgen haben kann.

Stellen Sie sich vor: Sie träumen schon lange von einem schnellen Flitzer. Bei einer Autoshow sehen Sie Ihren Traumwagen. Sie machen eine Probefahrt und Ihre Gefühle schlagen Purzelbäume. Das tolle Fahrgefühl, die schnelle Beschleunigung und natürlich das coole Design. Kurzerhand entscheiden Sie aus dem Bauch heraus, diesen Wagen zu kaufen. Sie nehmen einen Kredit auf und später merken Sie, dass die monatlichen Raten Ihnen nur noch wenig Spielraum für andere Aktivitäten lassen und Sie sich den Wagen eigentlich gar nicht leisten können.

Adäquate Entscheidungen erfordern eine bewusste Wahrnehmung unserer Gefühle. Nur wer seine Gefühle kennt und beherrscht, ist ihnen nicht ausgeliefert.

Lesen Sie im nächsten Kapitel wie es uns gelingen kann unsere Gefühle bewusst wahrzunehmen und sie zu beherrschen.

Foto: S. Hainz / pixelio.de

…dem Trübsinn ein Ende

…dem Trübsinn ein Ende

Haben Sie heute schon gelacht?

Nein, das ist aber schade. Vielleicht lassen Sie sich von Laurel & Hardy anstecken.

Denn Lachen ist gesund, dass wussten schon die alten Griechen.

Gestern erhielt mein Mann eine Präsentation von einem Kollegen. Abends haben wir sie uns  gemeinsam angeschaut. Was kann ich Ihnen sagen, mir liefen die Tränen vor Lachen und ich konnte gar nicht mehr aufhören.

Welch ein tolles Gefühl, mal wieder aus vollem Herzen zu lachen.

Doch leider haben wir das Lachen verlernt. Täglich werden wir mit Nachrichten und Ereignissen konfrontiert – sei es in der Presse oder auch im  Arbeitsalltag – die uns nur selten zum Lachen bringen.

Während Kinder pro Tag noch 400 Mal lachen, kommen Erwachsene statistisch gesehen nur noch auf 15 Mal.

Dabei sorgt Lachen nicht nur für gute Stimmung, sondern auch – die Wissenschaft hat’s bewiesen – für ähnlich positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele wie Sport.

Lachen hilft,

  • besser mit Stress umzugehen
  • stärkt das Immunsystem
  • lindert Schmerzen
  • stimuliert Herz und Kreislauf
  • befreit die Atemwege
  • verbessert die Kondition
  • festigt das Selbstbewusstsein
  • hilft bei Burnout-Syndrom
  • hält jung

Durch Lachen werden Endorphine ausgeschüttet und die Stresshormone Cortisol und Adrenalin reduziert.

Egal, ob wir nur so tun, als ob wir lachen, oder ob wir wirklich von Herzen lachen: für die „Freudezentren“ im Gehirn macht das keinen Unterschied. Die positive Wirkung hochgezogener Mundwinkel stellt sich auch bei künstlichem Lachen ein.

Es gibt spezielle Therapien, die versuchen Krankheiten mit Lachen zu bekämpfen. Durch die Ausschüttung von Hormonen wird das Immunsystem gestärkt und dadurch Krankheiten vorgebeugt

Beim Lachen werden Herz-Kreislauf-System, Zwerchfell, Stimmbänder, Gesichts- und Bauchmuskeln stark angeregt, was unter anderem zu erhöhtem Blutdruck, Anstieg des Sauerstoffgehalts im Blut und zu einer Art innerer Massage des Unterbauchbereichs führt. Die damit verbundene körperliche Anstrengung kann bei Personen, die sonst wenig lachen, ohne weiteres zu Muskelkater führen.

Diese Symptome weichen jedoch bei länger anhaltendem Lachen (etwa fünf bis acht Minuten) einem Gefühl der Entspannung und Entkrampfung, auf dem unter anderem der therapeutische Effekt des Lachens beruht.

Außerdem sind die positiven Auswirkungen eines gewinnenden Lächelns allgemein bekannt. Menschen die lächeln wirken sympathischer. Lächeln Sie in einem Gespräch Ihren Gegenüber freundlich an, lächelt dieser reflexartig zurück. Dabei verbessert sich auch seine Stimmung.

Damit ist eine gute erste Beziehung hergestellt – und das allein aufgrund eines netten Lächelns.

Also: Beginne den Tag mit einem Lächeln. Manchmal lächelt er zurück.

Helfen zum Selbstzweck

Helfen zum Selbstzweck

Helfende HändeHatten Sie auch mal ein Poesie-Album?

Ich habe meins erst vor kurzem auf dem Dachboden wiedergefunden. Bei einem Kaffee habe ich dann Seite für Seite durchgeblättert und mich an die Klassenkammeraden und Lehrer erinnert, die sich mit klugen Sprüchen und Weisheiten verewigt haben.

Ein Spruch hat mich zu diesem Artikel inspiriert.

Sicher kennen Sie ihn. „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.“ Ein hohes Ideal. Wer möchte diesem Ideal nicht entsprechen.

Anderen Menschen zu helfen, ihnen in Notsituationen zur Seite zu stehen und sie in Krisen zu unterstützen, ist ein hoher menschlicher Wert. Er zeugt von Reife und Kraft. Gerade in helfenden und beratenden Berufen brauchen wir Menschen, die sich einfühlen können, souverän und stark ihre Klienten begleiten. Sie kümmern sich mit Hingabe und vollem Einsatz um Bedürftige und Betroffene. Bis hin zur eigenen seelischen Erschöpfung.

Schon als Kind waren sie selbständig und fühlten sich für ihre kleineren Geschwister verantwortlich. Dafür erhielten sie Lob, Anerkennung und Zuwendung von ihren Eltern, Freunden und Erwachsenen allgemein. Für sie kommen stets und immer, erst die anderen und dann die anderen.

So sind Sie in eine Rolle hineingewachsen, die Ihnen auch ganz gut gefällt, denn wer möchte nicht edel, hilfreich und gut sein.

Wer von sich behauptet: “Ich schaffe das schon alleine und brauche keine Hilfe.“ – dem wird auch keine angeboten.

Doch wer ständig seine eigenen Bedürfnisse nach Schutz, Liebe und Hilfsbedürftigkeit verdrängt, fühlt sich irgendwann leer, ausgenutzt und einsam.

So erwartet man wenigstens Dankbarkeit von seinen Kunden, Kollegen, Klienten und Patienten, für die man sich Tag für Tag abrackert. Doch fällt das Lob und die Anerkennung nur gering aus oder bleibt gar aus, ist man enttäuscht. Zynismus macht sich breit und vergiftet das Verhältnis. „Immer wollen alle etwas von mir und ich bin doch nicht für jeden der seelische Mülleimer."

Hohes Engagement und innere Unzufriedenheit führen langfristig zu psychischen und physischen Beschwerden bis hin zum Burnout.

Wann ist Hilfe nur noch Selbstzweck, um die eigenen Gefühle nach Hilfe und Bedürftigkeit zu überdecken.

Wenn der Helfende:

  • seine Privatbeziehungen und Kontakte immer so organisiert, dass ein gegenseitiges Geben und Nehmen nicht möglich ist. Indem der Helfende sich nur auf die Sorgen und Nöte anderer konzentriert, ignoriert er sein eigenes Bedürfnis nach Unterstützung.
  • anfängt durch 150%iges Engagement für andere, sich selbst zu schädigen – ohne seine eigenen Bedürfnisse überhaupt noch zu spüren.
  • gar nicht mehr erkennt, was er selbst von seinem aufopferungsvollen Verhalten hat.
  • aus innerem Zwang heraus, immer die Rolle des Starken und Kompetenten einnimmt und somit den Hilfesuchenden in die Rolle des Bedürftigen und Schwachen drängt, ohne dass dieser seine Selbsthilfekräfte einsetzten kann. Oft entsteht aus so einer Beziehung eine Co-Abhängigkeit.

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Einsatz für andere schon in die Richtung Helfersyndrom läuft?

Was können Sie tun, um aus diesem Kreislauf wieder herauszukommen?

  1. Einsicht ist der erste Weg. Sein Verhalten bewusst zu reflektieren und zu hinterfragen. Stellen Sie sich die Frage, was habe ich davon, wenn ich all meine zeit und Energie für andere einsetze?
    Manchmal schwach und  hilfebedürftig zu sein, macht uns menschlich. Es holt uns vom Sockel der Unantastbarkeit.
  2. Bieten Sie nicht ungefragt Hilfe an.
  3. Bitten Sie andere um Hilfe, muss ja nicht gleich eine große Sache sein. Nehmen Sie sich vor, einen Kontakt mal mit den Worten einzuleiten: “ Haben Sie mal einen Moment Zeit für mich?“ Sicher wird es bei den ersten Malen schwierig für Sie sein. Sicher werden Sie Herzklopfen und vielleicht Verspannungen spüren, aber es wird mit jedem Mal besser.
  4. Seien Sie gut zu sich selbst, gönnen Sie sich etwas Schönes, als Belohnung für Ihr Engagement.
  5. Lernen Sie NEIN zu sagen. Lassen Sie sich nicht vereinnahmen von Ihren Klienten. Auch Sie haben ein Recht auf Ruhe und Abstand. Das richtige Maß von Anteilnahme und Abgrenzung erhält Ihre physische und psychische Gesundheit.
  6. Distanziertes Engagement nach Burisch bedeutet: Eine «verstellbar dicke Haut» – dünn genug, um für die Not des anderen durchlässig zu sein, dick genug, um nicht selbst davon erfasst zu werden.

Burisch, M.: „Innere Erschöpfung“ unveröffentlichtes Manuskript, Hamburg 1988

Foto: S. Hofschlaeger, pixelio.de

Die Krankheit der Sieger

Die Krankheit der Sieger

Die Sendung „Welt der Wunder“ zeigt in Ihrem Beitrag sehr eindrucksvoll die Entstehung des Burnout-Syndroms.

Sehr deutlich werden die psychischen und physischen Prozesse beschrieben, die sich im Körper abspielen.

Das Burnout- Syndrom entwickelt sich sehr langsam und durchläuft verschiedene Phasen. Die mit den einzelnen Phasen verbundenen Symptome, wie chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Schmerzen usw. werden lange ignoriert. Auch die Veränderungen im Verhalten werden sichtbar und deuten daraufhin, dass mit der Person etwas nicht stimmt. Auch die Betroffenen merken, dass sie aus dem Gleichgewicht sind. Doch „Durchhalten“ heißt ihre Parole.

Einen hilfreichen Überblick über die Hauptmerkmale des Burnout-Prozesses bietet Matthias Burisch (Burisch1994):

  1. Erste Warnzeichen
    Gesteigerter Einsatz für Ziele, Zunahme der Überstunden, Erschöpfung oder vegetative Überreaktion
  2. Reduziertes Engagement
    Reduzierte soziale Interaktion, negative Einstellung zur Arbeit, Konzentration auf eigenen Nutzen
  3. Emotionale Reaktionen
    Insuffizienzgefühle, Pessimismus, Schuldzuschreibung an andere bzw. „das System“
  4. Abnahme von
    kognitiven Fähigkeiten, Motivation, Kreativität und Differenzierungsfähigkeit
  5. Abflachen
    des emotionalen und sozialen Lebens und kognitiver Interessen
  6. Psychosomatische Reaktionen
    Spannung, Schmerzen, Schlafstörungen, keine Erholung in der Freizeit mehr möglich, veränderte Essgewohnheiten, Substanzgebrauch
  7. Depression und Verzweiflung
    Gefühl von Sinnlosigkeit, negative Lebenseinstellung, existenzielle Verzweiflung, Suizidgedanken oder -absichten

Haben Sie das Gefühl, dass auch Sie von einem Burnout bedroht sein könnten. Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie den Burnout-Selbsttest. So erhalten Sie Aufschluss über Ihr persönliches Risiko an Burnout zu erkranken.

Burnout-Selbsttest

Burnout-Selbsttest

TestHaben Sie das Gefühl, sie befinden sich schon in der Spirale einer Erschöpfung?

Hier ein kleiner Selbsttest zur Reflektion Ihrer eigenen Situation:

  1. Ich habe das Gefühl, dass für mich nichts mehr richtig Sinn macht.
  2. Ich mache immer Überstunden.
  3. Ich denke, dass ich in meinem Job unentbehrlich bin.
  4. Ich habe das Interesse an meiner Umwelt weitestgehend verloren.
  5. Meine Stimmungsschwankungen machen mir zu schaffen.
  6. Ich fühle mich hilflos.
  7. Berufliche Absicherung gibt mir ein gutes Gefühl.
  8. Ich leiste viel, habe aber immer häufiger das Gefühl von meinem Unternehmen oder auch von meinen Klienten oder von Partnern ausgenutzt zu werden.
  9. Ich habe so viel zu tun, dass ich nur noch Zeit für beruflich notwendige Kontakte finde, private Kontakte kommen eindeutig zu kurz.
  10. Eigentlich soll alles bleiben wie es ist, ich scheue Veränderungen. Besser es bleibt so wie es ist (denn noch schlechter darf es nicht werden).
  11. Richtige Freude kann ich nicht mehr empfinden oder sie bleibt vielleicht mehr oder minder an der Oberfläche.
  12. Ich merke, dass ich mich immer mehr von meiner Klientel distanziere.
  13. In der letzten Zeit habe ich einige Aufgaben oder Positionen abgegeben, auch meine Hobbys sind mir weniger wichtig.
  14. Zwischen mir und meinem Partner und oder meiner Familie gibt es immer mehr Probleme.
  15. Ich habe in der letzten Zeit gerne zusätzliche Aufgaben und Positionen übernommen.
  16. Ständig plagt mich ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig Zeit habe.
  17. Ich habe die Lust an meiner Arbeit verloren.
  18. Manchmal denke ich mir, wie schön wäre es, wenn alles ein Ende hätte.
  19. Ich bin lustlos und ich habe kaum noch Interesse an Dingen.
  20. Auf den Wein und oder die Tablette kann ich nicht mehr verzichten. Auch wenn ich mir das nur ungern eingestehe.
  21. Ich habe Freude daran, mir vieles zu leisten.
  22. Oft fühle ich mich müde und erschöpft.
  23. Ich bin innerlich vollkommen verzweifelt über meine Situation.
  24. Inzwischen ist mir alles egal.
  25. Meine sozialen Kontakte habe ich fast vollständig aufgegeben.
  26. Ich fahre nur mit Widerwillen zur Arbeit.
  27. Nach einem Arbeitstag fällt es mir schwer abzuschalten.

Auswertung:

A: 21 – 2 – 3 – 16 – 15 – 27 – 5 – 9 – 11

B: 22 – 10 – 4 – 14 – 26 – 7 – 12 – 17 – 8

C: 20 – 18 – 24 – 13 – 19 – 6 – 25 – 1 – 23

Auf Grund der Verteilung Ihrer Kreuze auf der Skala können Sie ablesen, wie weit fortgeschritten Ihr Burnout wahrscheinlich ist.
Da die Symptome der früheren Stadien nicht unbedingt aufhören, je weiter das Burnout voranschreitet, kommt es nur darauf an, bis wohin Ihre Symptome reichen – bis in C oder B oder nur bis A? Es spielt keine Rolle, wie viele Kreuze Sie gesetzt haben oder wie diese sonst verteilt sind.

A: Anfangsphase, sie ist gekennzeichnet durch vermehrte Aktivität, Engagement und das Gefühl des Ärgerns und der Aggression.

B: Rückzugsphase, hier ist der Betroffene wie auf der Flucht vor sich und seinen Problemen, genauso auf dem Rückzug vor den Anforderungen des Alltags. Das Gefühl ist die Flucht.

C: Letzte Phase, hier fühlt sich der Betroffene isoliert und reagiert mit einer Art Lähmung: ist passiv, depressiv

Werden Sie so früh wie möglich aktiv, um der Abwärtsspirale entgegenzuwirken.

Foto: derateru, pixelio