Generationswechsel mit Schwierigkeiten

Projekt II
Generationswechsel mit Schwierigkeiten

Autohaus  Niedersachsen
80 Mitarbeitern

Bildquelle: Gabi Eder pixelio.de

Ziel: Nach dem Generationswechsel in einem Autohaus wollte der neue Geschäftsführer das Unternehmen neu strukturieren und effizientere Abläufe implementieren, um die Produktivität zu erhöhen und das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen.

Ausgangsituation

Doch die Neuerrungen hatten zur Folge, dass langjährige Mitarbeiter erkrankten, die Stimmung im Unternehmen schlecht war und neue Mitarbeiter nach kurzer Zeit wieder das Unternehmen verließen.

Die Kosten für Krankentage, Personalrekrutierung und Einarbeitung stiegen und Unterstützung von außen wurde notwendig.

Ablauf der Beratung und Umsetzung

  1. Problemstellung klären und Ziele definieren
  2. Projektgruppe bilden
  3. Ist-Situation analysieren
  4. Gesprächsleitfaden für Interview mit einzelnen Mitarbeitern entwickeln
  5. Befragungsgruppen bilden und Befragung durchführen
  6. Ergebnisse
  7. Maßnahmen ableiten und umsetzten
  8. Wirksamkeit kontrollieren

Konkrete Maßnahmen

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer und den Führungskräften wurde in einen Workshop die Ist-Situation dargestellt und Problemfelder sichtbar gemacht.
Es wurde festgelegt über Interviews mit einzelnen Mitarbeitern aus allen Abteilungen zu erfahren, wo Sie die Problemfelder sehen.

Außerdem wurden alle Mitarbeiter über die Inhalte und Ziele der Interviews informiert und die Befragungsgruppen vorgestellt, dabei war die Beteiligung freiwillig.

Ergebnisse der Befragung

Dabei kam heraus, dass die Mitarbeiter im Prozess der Firmen-Übergabe nicht eingebunden waren und es bestand große Verunsicherung darüber, wie das Unternehmen geführt werden würde. Der Eigentümer hatte sich zwar aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, kam jedoch regelmäßig in den Betrieb und gab den Mitarbeitern Anweisungen.
Der Geschäftsführer erwartete mehr Eigenverantwortung von seiner Führungsmannschaft, die waren aber einen sehr direktiven Führungsstil gewohnt.
Außerdem gab es Unklarheit über die Aufgaben und Verantwortungen der einzelnen Führungskräfte, was zu Konflikten und Reibungsverlusten und erhöhter Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern führte.

Konkrete Umsetzungsmaßnahmen

Aufgaben und Verantwortungen wurden geklärt und an die Führungskräfte übergeben
In einem Strategieworkshop wurden die Ausrichtung und die Ziele des Unternehmens festgelegt, sowie die Führungsmannschaft eingeschworen.

Die neuen Ziele wurden dann an alle Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung kommuniziert.
In allen Abteilungen wurden gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeitet, wie die Abläufe verbessert werden können und wie eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit effizient gestaltet sein muss.

Die Vorschläge der Mitarbeiter wurden dann in der Projektgruppe vorgestellt, diskutiert und auf ihr umsetzungspotential hin überprüft.

Doch es gab immer wieder Schwierigkeiten, bei der Umsetzung, da der Eigentümer und der Geschäftsführer sich nicht einigen konnten, wie Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

So kam es immer wieder zu Verzögerungen und Frustration bei den Führungskräften und Mitarbeitern.

Das Projekt wurde dann auf Eis gelegt. Es folgte eine Mediation mit allen Familienmitgliedern.

Ich habe das Projekt nicht zu Ende geführt.

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